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sonntag, 4. januar 09



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Das beste daran, die sind alle vegan...


... und natürlich vom Profi auf NOMness getestet. ;)
gepostet um 13:21 | essen | trackback | Diesen Beitrag diskutieren


mittwoch, 17. dezember 08



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Jetzt wo der Schnee endgültig alle Farben draussen zugedeckt hat, ists Zeit, etwas bunter zu kochen - Chicoreesalat mit Mandarinli und meiner Lieblingssalatsauce:


Die geht ganz einfach (welche Salatsauce schon nicht :D) und schmeckt einfach super:
  • ein Teil Essig (muss kein Balsamico sein)
  • ein Teil Öl (muss kein Olivenöl sein - hey, Geld sparen kann man mit der Sauce auch noch :D)
  • ein Teil Soyasauce
  • ein paar cm Wasabipaste aus der Tube
Das Ganze gut verrühren, damit sich die Paste in der Flüssigkeit löst, über den Salat verteilen und mit geröstetem Sesam garnieren. Ach, und Fredis Salatsauce den Abguss runterkippen, bevor sie im Kühlschrank vergammelt. :D
gepostet um 20:40 | essen | trackback | Diesen Beitrag diskutieren


dienstag, 15. juli 08





Und das ZDF zeigt, wie das ganze industriell abläuft.
gepostet um 13:56 | sehen | trackback | 2 Beiträge


montag, 30. juni 08





Ich mag alte Werbungen irgendwie... :D Und dafür, dass sie aus England stammen, aussehen wie Brennpellets und heissen wie ein Waschmittel, schmecken mir diese Weetabixdinger eigentlich ziemlich gut. :)
gepostet um 19:33 | essen | trackback | Diesen Beitrag diskutieren


sonntag, 4. mai 08



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Dass die Viehzucht zu Fleischgewinnungszwecken ziemlich Platz- und Ressourcenverschwenderisch ist und obendrein noch massenhaft CO2 emittiert, ist wohl ebenso eine Tatsache, wie dass - zumindest hierzulande - die meisten Menschen zu bequem sind, sich vegetarisch zu ernähren.
An einem möglichen Ausweg aus diesem Dilemma, Fleisch im Labor zu züchten, wird schon länger geforscht:
Die Forscher entnehmen per Biopsie einem lebenden Rind, Schwein oder Huhn natürliche Muskelzellen bzw. deren Vorläuferzellen (Myoblasten). Auf einem Nährmedium, vollgepackt mit leckerer Glukose, Aminosäuren und Mineralstoffen, teilen und vermehren sich diese Zellen dann - durch regelmäßiges Dehnen und Bewegen in einem Bioreaktor wächst schließlich eine dünne Muskelschicht heran, die dann nach einigen Wochen für die Fleischproduktion verwendet werden könnte.
Allerdings ist die Methode noch weit davon entfernt, mit der herkömmlichen Viehzucht wirtschaftlich konkurrieren zu können. So versucht PeTA-Gründerin Newkirk mit einer Prämie über 1 Mio. Dollar einen Anreiz zu schaffen für denjenigen, der diese Hürde der wirtschaftlichkeit als erstes knackt:
zoomer.de: Fleischfresser essen die Erde auf.
gepostet um 13:30 | klicken | trackback | 4 Beiträge


donnerstag, 27. dezember 07



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Ich wusste es doch schon lange, nun veröffentlichten Wissenschaftler der Charles University von Prag ein Dokument dazu: Vegetarier riechen einfach attraktiver. :D :P


The results of this study show for the first time that red meat consumption may have a perceivable impact on axillary body odor. Odors of donors on the nonmeat diet were judged as more pleasant, more attractive, and less intense.

The Effect of Meat Consumption on Body Odor Attractiveness
gepostet um 19:32 | sinn-los | trackback | Diesen Beitrag diskutieren


samstag, 10. märz 07



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Das vegetarische Restaurant Hiltl dürfte den meisten ein Begriff sein, doch neben der Hauptfiliale und dem Ableger Tibits gibts auch noch ein Take-Away-Hiltl im Jelmoli an der Bahnhofstrasse.



Wer das Takeaway im Untergeschoss aber gefunden hat, kann sich auf ein Buffet freuen, dessen veganer Teil vor allem aus orientalischen Speisen und Antipasti besteht, alles kalt zu geniessen. Praktischerweise sind sämtliche Sachen am Buffet markiert, ob sie vegan (V), glutenfrei (G) ovo- (O) oder lactovegetarisch (L) sind. Etwas doof ist nur, dass nicht immer ganz klar ist, welches Schild nun zu welchem Topf gehört.
Hat man sich seinen Plastik- oder kompostierbare Palmblattpressteller gefüllt, gehts zur Kasse, wo nach Gewicht abgerechnet wird. 100 Gramm kosten 3.70, ab 10 Franken gibts ein Brötchen gratis dazu. Allerdings musste ich dieses bisher jedes Mal ausdrücklich verlangen, allzu schüchterne Buffetgänger gehen diesbezüglich leer aus.

Geschmacklich lassen die angebotenen Speisen nicht zu wünschen übrig, preislich liegt das kleine Hiltl (zumindest für mich) im oberen Takeaway-Bereich. Aber naja, Buffet ist meistens nicht ganz günstig. Die Atmosphäre eines Takeaways zu beurteilen macht meiner Meinung nach wenig Sinn, auch wenn es neben der Kasse ein paar tischähnliche Ablageflächen hat. Etwas komisch fühlt man sich allerdings, wenn man mit seinem Essen erst mal durch Fust und Citydisc spazieren muss, um wieder zur Rolltreppe nach oben zu kommen. :D
gepostet um 19:25 | essen | trackback | Diesen Beitrag diskutieren


dienstag, 20. februar 07



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Eigentlich wollte ich schon lange mal eine Eintragsserie zum Thema vegane Verpflegungsmöglichkeiten in Zürich schreiben, anlässlich des heutigen SLM-Zivi-Dinners im Restaurant Zähringer ringe ich mich jetzt endlich dazu durch. :D

Als mich meine Mitzivis ins Restaurant Zähringer im Niederdorf mitschleppen wollten war ich zuerst nicht so begeistert ("ui, das wird bestimmt teuer..."), aber die Zweifel verflogen schnell, als ich auf der Menu-Tafel aussen am Restaurant entdeckte, dass das Menu 3 explizit als "vegan" gekennzeichnet war. Wunderbar. So gab es für mich heute Teigwaren an einer Kürbiscremesauce (mit Sojarahm :D), garniert mit Baumnüssen sowie Kürbissuppe zur Vorspeise. Zugegebenermassen etwas kürbissig, aber durchaus lecker. Ausserdem ist das vegane Menü nicht nur Alibiübung, das vegane Angebot zieht sich durch bis zur Dessertkarte. Und auch den Chai-Tee gibts mit Sojamilch (und meinem ersten Sojamilchschaum überhaupt. Nicht dass das besonders lecker wäre, erwähnenswert aber schon. :D). Natürlich kommen auch die Homo Sapiens Sapiens, die nicht auf Fleisch verzichten wollen, im Zähringer mit Bioqualität auf ihre Kosten.

Die Stimmung im Zähringer ist locker und angenehm, auch wenn in der Hausbibliothek als erstes das "Kommunistische Manifest" ins Auge sticht. :D. Ausserdem soll das Restaurant seit letzten Sonntag rauchfrei sein, wie ich beim verlassen gelesen habe, allerdings haben sich heute noch nicht ganz alle Gäste daran gehalten. Dazu kamen wir noch in den, ähem, Genuss von Livemusik, ein Gitarrist mit Stimme trug unter anderem seine Coverversionen von Ring of Fire und Creep (Radiohead) vor...

Insgesamt hinterlässt das Restaurant Zähringer bei mir einen sehr guten Eindruck, preislich ists auch sehr human (um die 20.- für ein Menü, inkl. Suppe oder Salat). Nur das auf der Karte interessant aussehende "Kefir-Wasser" kann ich nicht wirklich weiterempfehlen, da greift man doch lieber zu einem leckeren Turbinenbräu. :D
Zu finden ist das Zähringer im Niederdorf, am Zähringerplatz 11.
gepostet um 23:13 | essen | trackback | 1 Beitrag


samstag, 6. januar 07



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Eine Pfanne kurz mit kaltem Wasser ausspülen, darin etwas Sojamilch und 30g schwarze Schoggi (in kleinen Stücken) erwärmen (ständig rühren), mit Chili und wenig Muskatnuss würzen, 2dl Sojamilch dazugeben und weiterhin unter Rühren aufkochen.

Etwas vom besten, das man mit Sojamilch machen kann. :D
gepostet um 21:28 | essen | trackback | 2 Beiträge


montag, 30. oktober 06



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Heute bin ich beim aufräumen eines ausgebrannten Zimmers (ne, nix tragisches passiert, und ich bin unschuldig :D) auf alte Isolationsmaterialien gestossen, darunter auch ein Heftli aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges:



Der Artikel gefiel mir besonders gut, da ich besonders daran interessiert bin, Kuchen ohne Butter zu backen (und das nicht, weil Butter irgendwie rationiert wäre :D). Wobei beim veganen Backen eigentlich nicht die Butter die Hauptschwierigkeit darstellt, sondern eher das ersetzen der Eier, die für gewöhnlich ja dafür sorgen, dass das ganze Zeug zusammenklebenbleibt und nicht einfach zerbröckelt. Das kann man aber mit Sojamehl oder anderen Mitteln prima erreichen, und darum poste ich mal ein Rezept für tolle vegane Muffins:

Grundrezept (Schokomuffins):
  • 2 T (300 g) Mehl
  • 2 geh. TL Backpulver
  • 3-5 EL Kakaopulver
  • 1 Tasse Zucker
  • etwas Vanille-Zucker
  • 2-3 EL Sojamehl (gibts im Bioladen, könnte aber dank Sojamilch auch ohne gehen)
  • 1 Prise Salz
  • 1/4l Sojamilch (gibts in der Migros oder Coop, besser die OHNE Calzium etc.)
  • 1/8 l Öl
  • Öl oder Margarine für die Form (oder man verwendet halt Muffin-Förmchen)

Zuerst alle trockenen Zutaten vermischen, Sojamilch und Öl dazu.
Das ganze dann bei 200°C vorgeheizt 15-20 Minuten backen.

Das ganze kann man auch prima varieren, z.B. durch Schokoladenstücke im Teig oder eine Glasur (letztes Mal habe ich Orangensaft und Zimt mit Puderzucker gemischt, so dass es eine zähflüssige Masse gibt, die man dann auf die noch warmen Muffins streicht.)

Achja, Grundrezept geklaut bei nixda... :D
gepostet um 19:16 | essen | trackback | 2 Beiträge


sonntag, 8. oktober 06



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Ich war am Donnerstag und Freitag mit meinem Vater im Maggiatal wandern, natürlich war die Kamera da auch mit dabei, die Bilder sind ab sofort in der Galerie.

Bemerkenswert finde ich noch die Bewirtung in der Hütte wo wir übernachtet haben (Soveltra). Eine Nachfrage im Voraus, ob es möglich sei, in der Hütte etwas veganes zu Essen zu kriegen führte dazu, dass auf mich eingegangen wurde wie ich es im Flachland noch nie in einem Restaurant erlebt habe: Nach der extra vegan gekochten Suppe durfte ich mir in der Küche meine Salatsauce gleich selber zusammenmischen, um danach einen Extra Hauptgang (Spaghetti mit Gemüsesauce statt Knöpfli mit irgend einer Fleischsauce und mit Käse gefüllter Auberginen) geniessen zu dürfen. Und zu guter letzt habe ich noch ein leckeres veganes Dessert aufgetischt bekommen. Wow.
gepostet um 11:22 | sinn-los | trackback | Diesen Beitrag diskutieren


dienstag, 12. september 06



BrightCoop hat mit dem CatchHarvester eine Maschine entwickelt, mit der Hühner in Bodenhaltung besonders effizient eingefangen werden können... Irgendwie erinnert mich das an die Riot-Control bei Soylent Green...

[YouTube Video]

Dazu ein Artikel auf heise.de und die Website des Herstellers.
diesen eintrag lesen
gepostet um 12:13 | klicken | trackback | 5 Beiträge


donnerstag, 24. august 06



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Nicht nur Tofu kann man selber machen, sondern auch Seitan (auch Grundlage für die Spacebars) lässt sich selber herstellen. Und genau das habe ich versucht, und zwar nach diesem Rezept.
diesen eintrag lesen
gepostet um 14:43 | essen | trackback | 1 Beitrag


sonntag, 23. juli 06



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Die Fragen, die mir Leute stellen, wenn sie erfahren, dass ich Veganer bin, oder wenn ich mit ihnen diskutiere, ähneln sich meistens oder wiederholen sich sogar. Deshalb fasse ich die häufigsten Fragen hier zusammen.

Wieso bist du Veganer?
Nun ja, das hat verschiedene Gründe. Einer der Hauptgründe ist, dass ich (industrielle) Massentierhaltung, nicht OK und ziemlich lebensverachtend finde. Aber auch wenn ein Tier artgerecht gehalten wurde, find ich es nicht OK, das Tier zu töten (bzw. alleine dazu grosszuziehen, um es schliesslich zu töten), wenn es nicht nötig ist. Und für die menschliche Ernährung ist es nicht nötig.

Aber wieso isst du keine Eier? Die sind doch unbefruchtet?
Ob befruchtet oder nicht, spielt für mich keine grosse Rolle, denn auch die meisten Eier stammen aus Massentierhaltung. Ja, ich weiss, in der Schweiz ist Käfighaltung verboten, aber auch Bodenhaltung ist in meinen Augen alles andere als artgerecht, und ausserdem stammen zum Teil verarbeitete Eier (z.B. in Teigwaren) auch aus ausländischen Käfighaltungsbetrieben.
Ausserdem ist es keinesfalls so, dass für die Eierproduktion keine Tiere sterben würden. Dazu überlegen wir uns einmal, welche Hühner Eier legen. Genau. Die weiblichen. Die männlichen Individuen sind hier ziemlich unnütz, sie aufzuziehen würde nur Geld kosten und ist somit nicht rentabel. Also werden die jungen Güggeli kurz nach dem schlüpfen aussortiert und getötet. Das ZDF hat dazu eine gute (aber recht krasse) Dokumentation (.avi, 15.2MB) gesendet.

Wieso trinkst du keine Milch?
Hier sind die Gründe ähnlich wie bei den Eiern. Eine Kuh gibt Milch, nachdem sie ein Kalb geboren hat. Das Kalb ist spätestens jetzt ein Überschussprodukt, schliesslich soll die Milch ja zu Käse und Jogurt verarbeitet werden und nicht an Kälber verfüttert. Deshalb wird das Kalb gemästet und so bald wie möglich zu lecker Schnitzel verarbeitet. Bei einer solch engen Verzahnung von Milch- und Fleischproduktion ist es nur konsequent, auf Milchprodukte zu verzichten, wenn man den Fleischkonsum ablehnt.

Warum darfst du keine Gummibärchen essen?
Eins vorweg: Ich darf durchaus tierische Produkte essen, es existiert kein Gesetz, das mir das verbietet, ich habe auch nie einen Vertrag unterschrieben, dass ich das unterlasse und ich gehöre auch keiner Religion an, die mir das verbietet. Es ist also weniger eine Frage des "dürfens" als eine Frage des "wollens".
Und was das ganze mit Gummibärchen zu tun hat: die allermeisten Gummibärchen bestehen zu einem beträchtlichen Teil aus Gelatine. Und Gelatine besteht aus leckeren Sachen wie Schweineschwarte und Rinderknochen. Jummy, aber sowas esse ich nicht.

Kühe müssen gemolken werden, sonst platzen sie. / Was sollen wir denn mit all den Zuchttieren machen, wenn nicht essen?
Kleine Nachhilfe in Wirtschaft: Produziert wird, was nachgefragt wird. Logisch gäbe es ein Problem mit all den heute existierenden Nutztieren, wenn über Nacht alle Menschen auf vegane Ernährung umsteigen würden, aber das ist wohl mehr als utopisch.

Ihr Veganer habt doch alle eins an der Klatsche!
Wir Veganer? Diese esoterisch angehauchten, abgemagerten Langzeitstudenten mit Jesusschlarpen und Dreadlocks, oder wie? Es mag schwierig zu verstehen sein, aber Veganer sind, wie die meisten Menschen, eigenständige Individuen, die ausser der veganen Ernährung nichts miteineander gemeinsam haben müssen. Und auch die Motivation zu dieser veganen Ernährung kann von Veganer zu Veganer unterschiedlich sein, Man denke an ethische, antispeziesistische, tierliebe, religiöse oder gesundheitliche Gründe. Oder andere. Ausserdem scheinen viele Leute, die mit solchen "Argumenten" auffahren, Veganer nur aus Foren wie vegan.de zu "kennen". Abgesehen davon, dass es lächerlich ist, von einzelnen Forenbeiträgen auf ganze Menschengruppen zu schliessen, ist gerade vegan.de auch unter vielen Veganern - ähm - umstritten, sei es wegen heftiger Zensur-Moderation, Trollpostings oder wegen zum Teil tatsächlich etwas realitätsfernen Postings. Darum nochmals zum mitschreiben: Beiträge auf Internetforen sind nicht repräsentativ für Veganer.

Vegane Ernährung ist nicht natürlich.
Mag sein. Womit sich allerdings die Frage stellt, was denn "natürlich" heissen soll, und warum diese Natürlichkeit ein Ideal darstellen soll. Sich ein Steak in der Migros kaufen ist auch nicht sehr natürlich, ebensowenig wie Blogeinträge lesen, oder als Nicht-Baby Milch zu trinken (dazu erst noch von einer anderen Spezies). Dies wird übrigens wohl auch der Grund sein, wieso viele Menschen Laktose nicht verdauen können. Und zwar in Asien über 80% , in Europa immerhin rund 15%.

Kauf doch dein Fleisch vom Biobauernhof. Dort habens die Kühe gut.
Mag ja sein, dass es die Kühe auf dem Biohof besser haben als die Kühe in der Tierfabrik, trotzdem leben sie ihr Leben, um am Ende (bzw. eigentlich schon lang davor) geschlachtet und als Steak aufgetischt oder - ziemlich zynisch, nicht? - in ihren eigenen Darm gepresst und zur Wurst werden.

Du isst meinem Essen das Fressen weg!
Naja, eigentlich hatte ich nicht vor, hier auf billige, polemische Sprüche einzugehen, aber dieser kommt wirklich andauernd (Danke, Herr Mittermeier!) und ausserdem bietet er eine gute Überleitung auf:

Wie kannst du Sojamilch trinken und Tofu essen, wo doch für den Sojaanbau jede Menge Regenwald gerodet wird?
Stimmt, für Sojaanbau wird Regenwald gerodet. Allerdings ist das kein Argument gegen Veganismus, da der allergrösste Teil der weltweiten Sojaproduktion für die Viehmast verwendet wird. Somit wird auch aus dem Satz von oben umgekehrt was halbwegs sinnvolles draus: Euer Essen isst den Leuten in der Dritten Welt das Essen weg. OK, das war jetzt auch etwas polemisch, zielt aber auf die Ineffizienz von Fleischproduktion ab. Für ein Kilo Fleisch wird ein Vielfaches an pflanzlicher Nahrung (und damit Anbaufläche) für die Viehzucht verbraucht. Siehe auch: Soja: Globale Aspekte

Was, du bist Veganer? Hast du da nicht schreckliche Mangelerscheinungen?
Nein. Klar, es gibt einige Nährstoffe, die in pflanzlicher Nahrung seltener vorhanden sind, oder vom Körper schlechter aufgenommen werden. Trotzdem ist eine Versorgung mit allen nötigen Nährstoffen auch mit veganer Ernährung möglich, wenn auf ausgewogene Ernährung geachtet wird. Hier gibt es eine gute Seite mit den kritischsten Stoffen und Quellen dafür.

Aber ein Löwe frisst doch auch Antilopen. Darf der das?
Wieso sollte der das nicht dürfen, und vor allem: Was hast das mit mir zu tun? Im Unterschied zu einem Löwe habe ich ein Verdauungssystem, das mit pflanzlicher Nahrung gut zurecht kommt. Und einen freien Willen, das zu essen was ich will, und nicht das, was mir ein Instinkt vorgibt. Und vor allem habe ich jede Menge Alternativen zu tierischer Nahrung.

Angenommen, du überlebst als einziger einen Flugzeugabsturz auf einer einsamen kargen Insel, und hast die Wahl zu verhungern oder die Fleischmenüs aus der Bordküche zu verspeisen, bis Rettung eintrifft. Was würdest du tun?
Ich würde die Fleischmenüs essen und warten, bis Rettung eintrifft. Wenn die Fleischmenüs nicht reichen würden, bis Rettung eintrifft, würde ich wohl oder übel die Überreste der Stewardessen vernaschen müssen. Die Frage ist aber insofern doof, weil ich weder auf einer einsamen kargen Insel bin noch als einziger einen Flugzeugabsturz überlebt habe noch keine andere Wahl habe als Fleisch zu essen, wenn ich überleben will.

Pflanzen können auch fühlen / Schmerz empfinden. Wie kannst du nur Pflanzen essen?
Abgesehen davon, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass Pflanzen ohne Nervensystem Schmerzen und Gefühle empfinden können, und abgesehen davon, dass es für Pflanzen keinen Sinn macht, Schmerz empfinden zu können, da sie nicht in vernünftiger Zeit auf die Schmerzquelle reagieren können, ist es immer noch effizienter, sich vegan zu ernähren, als die Pflanzen an Tiere zu verfüttern und dann die Tiere zu essen. Für ein Kilo Fleisch wird ein Vielfaches an Pflanzen benötigt.
Und zu guter letzt ist es schlicht nicht möglich, sich ohne pflanzliche Nahrung zu ernähren, wenn man nicht innert kürzester Zeit die Radieschen von unten betrachten will.

Hitler war Vegetarier (update)
Einerseits ist das nicht ganz unumstritten. Und andererseits tut das ja überhaupt nichts zur Sache. Hitler war auch heterosexuell und Nichtraucher, das macht Nichtrauchen oder heterosexuell sein weder schlechter noch besser...

Was kannst du denn noch essen? Immer nur Gemüse ist doch langweilig... (update)
Immer nur Gemüse wäre langweilig, stimmt. Aber veganes Essen besteht nicht nur aus Gemüse und Früchten, man denke an Hülsenfrüchte, Reis, Teigwaren und so weiter. Bei Attila Hildmann gibts eine Menge Rezepte, die auch schön illustriert sind. Und da gibts nicht nur Gemüse ;). Aber veganes Kochen besteht auch nicht wirklich daraus, unvegane Sachen um jeden Preis vegan nachzumachen. Klar gibt es pflanzliche Ersätze für Milch oder Eier, aber auf die Idee mit irgend einem Eiersatz Spiegeleier zu braten wird wohl niemand kommen.

Wie sieht das denn bei dir mit Nonfood aus? (update)
Natürlich ist es nur konsequent, bei vegetarischer Ernährung auch auf tierische Produkte im Nonfood-Bereich zu verzichten (genau genommen liegt hier auch der Unterschied zwischen "Vegan" und "strikt vegetarisch"), also kaufe ich auch keine Schuhe aus Leder oder ähnliches... Darauf habe ich eigentlich auch schon als Ovo-Lacto-Vegetarier geachtet, allerdings habe ich noch einige "Altlasten" aus meiner Vor-Vegi-Zeit. Zum Beispiel ein Paar Lederschuhe oder die Daunendecke, die ich nicht durch vegane Produkte ersetze, solange sie noch brauchbar sind. Einerseits fehlt mir da nämlich das Geld dazu, andererseits wäre dadurch auch niemandem geholfen (ausser der Wirtschaft :D).

Wegen dir werden auch nicht weniger Kühe geschlachtet! (update)
Es wäre wohl tatsächlich naiv zu glauben, mein Verzicht auf tierische Sachen würde eine spürbare Veränderung bei der Fleischproduktion bewirken, aber einerseits bin ich auch nicht ganz der Einzige, der sowas macht, und andererseits kann ich beobachten, wie mein Veganismus in meinem Umfeld durchaus Auswirkungen hat. Meine Mitbewohner, meine Familie und Kollegen (und vielleicht auch die Leser dieses Postings ;)) werden durch mich auf eine Sache aufmerksam, die ihnen vorher vielleicht gar nicht bekannt war, und vielleicht rege ich sogar den einen oder anderen Menschen zum Nachdenken an...
Und ausserdem geht es mir ja auch nicht nur, darum, etwas zu bewirken (und sollte ich das nicht schaffen, habe ich es wenigstens versucht :D), sondern auch darum, mit mir selber im Reinen zu sein, weil ich etwas, das ich nicht OK finde, auch nicht noch unterstütze...

Wieso willst du mich unbedingt überzeugen?
Ich will dich gar nicht überzeugen. Was ich hiermit will, ist, die üblichen Fragen, die mir alle schon mal gestellt wurden zusammenfassen und meinen Standpunkt darstellen. Wenn du dir dadurch auf den Fuss getreten fühlst oder ich dich zum Nachdenken angeregt habe, gerne geschehen, aber ich will dir nix aufzwingen. Solange du machst, was für dich OK ist, und mich machen lässt, was für mich OK ist, ist alles klar ;).

Naja, und wem das zu viel Text war, lässt sich das ganze von Steven the Vegan erklären. Aber nicht vergessen: Nicht alle Veganer tragen doofe weisse Hüte. Und nicht alle Veganer sind Choleriker (auch wenn es manchmal bei den Fragen die einem gestellt werden wirklich nicht einfach ist, ruhig zu bleiben :D).
gepostet um 18:46 | essen | trackback | 19 Beiträge


mittwoch, 14. juni 06



Jetzt wo das Wetter wieder wärmer ist, habe ich ein Rezept ausprobiert, das ich schon länger mal machen wollte: Gazpacho, eine kalte spanische Gemüsesuppe. Für 2 Hälse brauchts etwa: - eine Dose Dosentomaten - eine halbe Gurke - eine Pepperoni - eine Frühlingszwiebel - 250g Cherrytomätchen - 1 Knoblauchzehe gepresst - (Oliven-)Öl - (Balsamico-)Essig - Gewürze (Pfeffer, Salz, Zucker) - etwa 1.5dl kalte Gemüsebouillon Nachdem das Gemüse gewaschen und zerkleinert wurde, kommt die Hälfte des Gemüses (alle Dosentomaten, wenn es sich nicht schon um passierte Tomaten handelt) mit den restlichen Zutaten unter den Stabmixer zum pürieren und danach die andere (nur kleingeschnittene) Hälfte des Gemüses auch noch dazu. Das Ganze geht jetzt in den Kühlschrank abkühlen und wird schliesslich ganz kalt (mit etwas zerstossenem Eis versetzt z.B.) serviert. Dazu gabs bei mir Tomaten-Knobli-Brot. (Baguette mit Tomatenmark und Knoblauch abgerieben, etwas Olivenöl drüber und im Backofen bei etwa 150°C etwas anknuspern lassen. Statt Tomatenmark und Öl kommt sicher auch Tomatentapenade gut, vorausgesetzt, man hat sowas zur Hand.)
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gepostet um 18:44 | essen | trackback | 1 Beitrag

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