Nach 2 Jahren Pause und Ungewissheit gehts dieses Jahr nun wieder weiter mit dem tollsten schweizer Festival für Drum&Bass - die Party steigt vom 24.-26. Juli in Birmenstorf BL; mehr Infos gibts auf lin.mk2.ch.
Was soll ich da noch schreiben? Ausser Vorfreude? (Und Wehmut, falls das mit "die letzte Night of Beats" wirklich ernst gemeint war... )
Update: So, falls jemand morgen Abend noch nichts vor hat - ab ins Kulturwerk. Und falls dieser jemand morgen Abend schon etwas vor hat - absagen, und ab ins Kulturwerk.
Der Tagesanzeiger hat einen Artikel über die IFPI (total lächerliche Website btw, die neuesten News z.B. sind von November 05) (International Federation Of Producers Of Phonograms And Videograms) veröffentlicht, laut der neuerdings DJs zahlen sollen, die fremde Produktionen abspielen. Und das nicht zu knapp, je nach dem, wie oft ein DJ auflegt und ob er Promomixes verbreitet (was, zumindest in der Drum&Bass-Szene, gang und gäbe ist) müssen fast 5000.- jährlich abgedrückt werden. Wie ich in einer Mittagspausen-Diskussion mit einem Mitarbeiter, der selber Parties veranstaltet und auch auflegt, ist das wesentlich mehr, als normale DJs jährlich als Gage verdienen. Und da diese Gebühren längst nicht die einzigen Kosten sind, die für einen DJ anfallen, kann man sich die Konsequenzen der Abgabe wohl ausdenken...
Nun, eigentlich finde ich die Idee, dass Urheber von Musik auch was davon haben sollen (neben der Werbung für sie ), wenn ihr Sound gespielt oder heruntergeladen wird, nicht schlecht. Nur ist der Ansatz der IFPI meiner Meinung nach ein völlig falscher, da einerseits das öffentliche Abspielen bereits durch die Suisa (ebenfalls eine elende Räuberbande) abgegolten wird, und andererseits und vor allem die Künstler, deren Musik gespielt wird, am Ende nix von dem Geld sehen. Denn die IFPI rechnet das Geld, das sie von den DJs einnehmen will, nicht danach ab, welche Tracks die DJs spielen, sondern nach Verkaufszahlen. Sprich, das Geld fliesst nicht an die Urheber der Lieder (die auf kleinen Labels veröffentlichen, dies oft nur auf Vinyl oder mp3 und meist ziemlich kleinen Auflagen), sondern an die Topplatzierten der Hitparade die Plattenfirmen der Topplatzierten der Hitparade, deren Sound zum Glück kein ernstzunehmender DJ spielt.
So, das Lost In Nature hätte ich überlebt. Die Bilder, die ich gemacht habe, gibts in der Gallerie, allerdings war die Kamera irgendwie scheisse. Die einen Bilder sind zu dunkel, weil mehr als etwa 1/10sek Belichtungszeit und ISO200 nicht drinlag, die anderen zu hell, da ich in der Nacht im Menu die Belichtungskorrektur hochgeschraubt habe und danach der Knopf fürs Menu plötzlich nicht mehr funktionieren wollte. Hmpf. Aber naja, es werden von offizieller Seite sicher noch bessere Bilder online kommen.
Das Set von Klute ist unterdessen auch schon im Netz (wunderbar, da hatte ich nämlich grade eine Krise und habe nicht so viel vom Sound mitbekommen ): Klute & MC Fava @ Lost In Nature 6 (aus rechtlichen Gründen wieder weg).
Andere Sets werden hoffentlich noch kommen, nur auf die von Panacea und Doc Scott muss bestimmt verzichtet werden. Schade, denn grade Panacea war sehr geil (krank! ).
Sehr cool im speziellen fand ich Mia und NDM (die Morgendämmerung rocken mit Oli), vegane Grilladen austauschen zu Sound von Kitchen, das Set von Panacea, die "possessed by"-Session am Sonntagmorgen, baden und die Diskussionen, ob es jetzt die Reuss oder die Aare ist, das Wetter (ausser bei der Anfahrt ziemlich gut), die Fruchtspiessli vom Saftladen, die Openairdusche in Sicht- und Hörweite der Bühne, und all die tollen Leute. Und viel mehr; Respekt an die Organisation, und Vorfreude aufs nächste Jahr!
Am Wochenende steigt in Birmensdorf im Kanton Aargau eine der wohl interessantesten Drum&Bass-Parties des Jahres. Und zwar verfolgt das Lost In Nature-Festival die Idee einer Goaparty, an einem mehr oder weniger abgelegen Ort in der Natur zu feiern - nur halt eben mit wirklich guter elektronischer Musik .
Das LineUp verspricht von Freitag um 17:00 bis am Sonntag um 12:00 mehr oder weniger nonstop Drum&Bass und Junglesound, sowohl von DJ's als auch von LiveActs (unter anderem die Basler Band Kitchen, deren (Surseer) Bassist Luca ich in der Kanti mal als Deutschlehrer geniessen durfte ). Und das beste daran ist: der ganze Spass kostet gerade mal 34.- für alle 3 Tage, da kann man doch wirklich nicht viel sagen .
Update: Da ich auf drumandbass.ch 2 Eintritte gewonnen habe (yay!), aber mir schon Karten im Vorverkauf geholt habe, habe ich jetzt 2 Tickets fürs Lost In Nature zu vergeben. Mein Vorschlag: 30.- das Stück (statt 34.- plus evtl. Vorverkaufsgebühren). Bei Interesse einfach hier im Blog oder über Kontakt bei mir melden .
seit 1996 kämpft die antiparade für eine lebendige subkultur in und um zürich, anfänglich als gegenpol zur streetparade und deren kontinuierlicher kommerzialisierung. die forderung der antiparade, nichtkommerzielle veranstaltungen in einem nichtkommerziellen umfeld zu gestalten, führte zu strafen von verzeigungen wegen benützung öffentlichen grundes über beschlagnahmung von musikanlagen bis hin zur verhaftung, aber komischerweise noch nie zu nachtruhestörung- oder ähnlichen anklagen.
aus dieser bewegung wurde 2004 der verein antiparade gegründet, der die durchführung von nichtkommerziellen parties in öffentlichem oder ungenutztem raum bezweckt und sich gegen die ausgrenzung und kriminalisierung solcher veranstaltungen wehrt.
über jahre entstandene freiräume für subkultur dürfen nicht einfach den interessen einzelner grossinvestoren und immobilienfetischisten geopfert, sondern müssen erhalten und erweitert werden. erwartet wird eine verantwortliche stadtregierung, die akzeptiert, dass zürich nicht nur aus schönen und reichen bestehen kann.
Die Bewilligung für 2006 wurde erteilt, nun werden Anmeldungen für sogenannte Antiparadenmobile angenommen. Das Line-Up wird dann wohl irgendwann mal folgen, wenn man sich das Programm der bisherigen Antiparaden anschaut, darf man sich auf Drum&Bass, Breakbeats, Gabber etc. freuen.
Desmon Dekker - King of Ska - ist im Alter von 64 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben. Desmond Dekker hat neben Bob Marley und Jimmy Cliff den Reggae / Ska weltweit bekannt gemacht. Lieder wie Israelites oder You Can Get It (If You Really Want) hat wohl jeder schon einmal im Radio gehört (wobei ich mir bei letzterem nicht ganz klar bin, ob das jetzt von Desmond Dekker oder Jimmy Cliff ist ), und ausserdem wurde Desmond Dekker schon im Beatles-Song Obladi-Oblada ein Denkmal gesetzt.
Nicht so alt wurde der kanadische Drum&Bass-Producer Desimal, der am Freitag Suizid beging (DnB Community Dogs On Acid). Desimal war einer der wenigen Producer, dessen Name auch mir ein Begriff war, und dies im sehr positiven Sinn. INI hat einen Desimal Tribute Mix gemacht, der durchaus hörenswert ist (Neuro-Funk-DnB, oder wie nennt man das? Egal...): DESIMAL: a tribute mix @dnbnation.com.
Iskhurs Guide To Electronic Music lädt ein, sich durch die verschiedenen elektronischen Musikrichungen zu klicken. Zu den allermeisten Richtungen gibts Alternativbezeichnungen (so hab ich gelernt, dass Goa auch unter Hippie Trance durchgeht. Passt. Wie auch Noizecore aka Drop A Cat On The Equipment ), Hörbeispiele und eine Art Mind-Map mit näher und entfernter verwandten Stilen. Auf jeden Fall eine unterhaltsame Sache; und auch prima geeignet, um seinen musikalischen Horizont zu erweitern.
Ach ja, und wo wir schon bei elektronischer Musik sind: Heute legt an der Night of Beats im Kulturwerk unter anderem Noisia auf (mp3s hier). Los gehts um 21:00, kosten tuts 18.-.