Für Amnesty International war der Einsatz der Luzerner Polizei am letzten Samstag völlig inakzeptabel. Die Organisation verlangt darum Antworten.
«Ich bin schockiert über den rigorosen Polizeieinsatz bei der Demo in Luzern», sagt Jürg Keller, Sprecher von Amnesty International. Die Menschenrechtsorganisation will jetzt bei den Verantwortlichen vorstellig werden. «Wir wollen wissen, wie die Polizei diese unverhältnismässige Massenverhaftung rechtfertigt», so Keller. In einer schriftlichen Anfrage sollen auch die zum Teil langen Haftzeiten zur Sprache kommen.20min (einmal erfreulich kritische Berichterstattung seitens 20min - kommt wohl davon, wenn man Journalisten auch gleich mit gefangen nimmt...
Item, ich hoffe, AI kriegt etwas mehr als die bisherigen leeren Antworten, die Ursula Stämmer und der luzerner Polizei bisher zu entlocken waren.
Und passend dazu habe ich noch eine AI-Online-Petition für bessere Bedingungen bei Polizeieinsätzen gefunden.
Und auch bixtenda.ch hat Augenzeugenberichte von Verhafteten der RTS gesammelt.
via gonorrea.ch
Update: Polizeichef Rötlisberger weist Vorwürfe ab (zisch.ch)
Vereinzelte Festgenommene urinierten offensichtlich absichtlich in die Zelle.
Gemäss Aussagen dieser Person haben sich mehrere Festgenommene die Kabelbinder gegenseitig noch fester zugezogen, um nach ihren eigenen Angaben sich Verletzungen zuzufügen oder zumindest tiefe Eindruckspuren vorweisen zu können.Aha. Wirkt auf mich extrem glaubwürdig. Am Ende waren das warscheinlich sogar alles gar keine Polizisten, sondern nur verkleidete Demonstranten, die sich selber festgenommen haben? Ich denke, eine unabhängige Untersuchungskommission würde hier wirklich Sinn machen.
