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Übergriff von Securityangestellten auf Fussballfans

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Eigentlich sind ja Fussballmatchs nicht so mein Thema, aber was sich gestern in Bern abgespielt zu haben scheint, ist definitiv unter aller Sau und bloggenswert. Laut Amade stürmten Mitarbeiter der privaten Protectas den Fansektor, nachdem friedliche FCL-Fans versucht hatten, ein Transparent mit der Internetadresse zum Referendum "Nein zu Polizeiwillkür" aufzuhängen.
Wie auch die Berner Zeitung berichtet, kamen dabei auch Schlagstöcke zum Einsatz:

Laut Augenzeugen versuchten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Protectas, Transparente mit Texten wie «Nein zu Polizeiwillkür» im Sektor der Luzern-Fans zu entfernen. Gemäss Zuschauern wurden dabei auch Schlagstöcke eingesetzt.

Transparente gehören, zumindest soweit ich das als Nichtfussballer beurteilen kann, zu einem Match dazu wie der Ball und der Rasen und gefährden im Gegensatz zu beispielsweise das Abbrennen von Pyrotechnik auch niemanden. Umso unverständlicher ist es, dass dagegen mit Gewalt vorgegangen wird. Was aber noch darüber hinaus geht, und dem Vorfall quasi die Krone der Illegitimität aufsetzt, ist die Tatsache, dass die Mitarbeiter von Protectas eigentlich nicht mehr sind als Privatpersonen mit Uniform und häufig überzogenem Ego, aber am Gewaltmonopol des Staates - im Gegensatz zur Polizei - genausowenig Anteil haben wie ich, die Fussballfans oder der Schiedsrichter. Nichts, aber auch gar nichts berechtigt die zum Einsatz von Schlagstöcken, ich hoffe, dass die betreffenden "Sicherheitsleute" sowohl rechtlich als auch von ihrem Arbeitsgeber zur Verantwortung gezogen werden. Des weiteren kann wohl nicht oft genug betont werden, dass Angestellte von privaten Sicherheitsfirmen KEINE Polizeirechte haben, auch wenn sie die wohl gerne hätten und sich teilweise auch nehmen, wie auch vor einigen Wochen im Fall der Spionage-Tätigkeiten von Securitas (Tagesanzeiger).

gepostet am 17.11.2008 um 11:00 von immanuel | klicken | trackback
ich finde diesen beitrag: gut, schlecht.
tags: Motzerei, Protectas, Securitas, Polizeiwillkür, Fussball

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