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Fish oder nicht Fish, das ist hier die Frage... Also, dass sich der Bildeindruck bei Fisheye-Objektiven von "normalen" unterscheidet ist den meisten klar (auch wenn man manchmal auf Leute stösst, die "Fisheye" als Synonym für extreme Weitwinkel-Objektive verwenden). Die Aussage, dass ein Fisheye verzerrte Bilder macht, während ein Superweitwinkel unverzerrt abbildet ist allerdings nicht ganz richtig. Eine unverzerrte Abbildung ist bei einem Blickwinkel, der so viel grösser ist als das normale Blickfeld, gar nicht möglich. Man muss sich deshalb hier entscheiden zwischen zwei verschiedenen Arten von Verzerrungen - ein Superweitwinkelobjektiv zerrt die Ecken in die Breite, lässt aber gerade Linien im Bild gerade. Ein Fisheye hingegen verkrümmt alle geraden Linien, die nicht durch den Bildmittelpunkt verlaufen - lässt dafür aber die Flächenverhältnisse bestehen. Zum Blickwinkel lässt sich nun sagen, dass ein Fisheye bei gleicher Brennweite mehr aufs Bild bringt. Ich habe dazu zwei Bilder gemacht mit, um das anschaulich zu visualisieren: Die Kamera stand dabei auf dem Stativ, um die Bildausschnitte vergleichbar zu machen, zum Einsatz kam mangels einem extremen Weitwinkel mein Sigma 17-70 bei 17mm, was knapp 26mm an einer Kleinbildkamera entspricht. Als Fisheye kam das Pentax Fisheyezoom 10-17 (das für andere Anschlüsse baugleich von Tokina erhältlich ist) zum Zug, natürlich auch bei 17mm. Wobei hier allerdings noch angemerkt werden sollte, dass die Brennweitenangaben der Hersteller selten genau mit der physikalischen Brennweite übereinstimmt und sich diese bei den beiden Objektiven also durchaus geringfügig unterscheiden kann. ![]() ![]() Wie schon erwähnt, wurden beide Bilder mit 17mm aufgenommen, der Fisheye-Effekt des Pentax Objektives (der bei 10mm logischerweise noch wesentlich stärker ist) lässt sich deutlich erkennen. Der Blickwinkel ist grösser und die eigenlich geraden Linien sind gekrümmt. Die Flächenverzerrung beim Sigma lässt sich leider nicht so gut erkennen, da der Blickwinkel noch zum einigermassen normalen Weitwinkelbereich gezählt werden kann. Bei Objektiven mit kürzerer Brennweite wird die Verzerrung aber umso deutlicher. Und dafür lässt sich an dem Bild die doch ziemlich schlechte Abbildungsleistung des Objektivs bei 17mm im Nahbereich erkennen. Aber darum gehts hier jetzt nicht. Wenn es um eine Kaufentscheidung zwischen Fisheye und Superweitwinkelobjektiv geht, tendiere ich dazu das Fisheye zu empfehlen, es sei denn, an dem Effekt besteht überhaupt kein Interesse. Denn die Verzerrung des Fisheye lässt sich per elektronischer Bildbearbeitung korrigieren (wenn auch mit Auflösungsverlust vor allem im Randbereich), wodurch man Bilder wie aus einem Superweitwinkel bekommt. Umgekehrt funktioniert das leider nicht ganz so einfach. gepostet am 26.7.2008 um 21:43 von immanuel | sehen | trackback ich finde diesen beitrag: gut, schlecht. tags: Fisheye, Pentax, DSLR-Forum, Sigma 17-70, Pentax 10-17 Bitte einloggen um Kommentare zu sehen |