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Die IFPI mag keine Parties

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Der Tagesanzeiger hat einen Artikel über die IFPI (total lächerliche Website btw, die neuesten News z.B. sind von November 05) (International Federation Of Producers Of Phonograms And Videograms) veröffentlicht, laut der neuerdings DJs zahlen sollen, die fremde Produktionen abspielen. Und das nicht zu knapp, je nach dem, wie oft ein DJ auflegt und ob er Promomixes verbreitet (was, zumindest in der Drum&Bass-Szene, gang und gäbe ist) müssen fast 5000.- jährlich abgedrückt werden. Wie ich in einer Mittagspausen-Diskussion mit einem Mitarbeiter, der selber Parties veranstaltet und auch auflegt, ist das wesentlich mehr, als normale DJs jährlich als Gage verdienen. Und da diese Gebühren längst nicht die einzigen Kosten sind, die für einen DJ anfallen, kann man sich die Konsequenzen der Abgabe wohl ausdenken...

Nun, eigentlich finde ich die Idee, dass Urheber von Musik auch was davon haben sollen (neben der Werbung für sie ;) ), wenn ihr Sound gespielt oder heruntergeladen wird, nicht schlecht. Nur ist der Ansatz der IFPI meiner Meinung nach ein völlig falscher, da einerseits das öffentliche Abspielen bereits durch die Suisa (ebenfalls eine elende Räuberbande :D) abgegolten wird, und andererseits und vor allem die Künstler, deren Musik gespielt wird, am Ende nix von dem Geld sehen. Denn die IFPI rechnet das Geld, das sie von den DJs einnehmen will, nicht danach ab, welche Tracks die DJs spielen, sondern nach Verkaufszahlen. Sprich, das Geld fliesst nicht an die Urheber der Lieder (die auf kleinen Labels veröffentlichen, dies oft nur auf Vinyl oder mp3 und meist ziemlich kleinen Auflagen), sondern an die Topplatzierten der Hitparade die Plattenfirmen der Topplatzierten der Hitparade, deren Sound zum Glück kein ernstzunehmender DJ spielt.

Zum kotzen, echt.



gepostet am 14.2.2007 um 21:52 von immanuel | hören | trackback
ich finde diesen beitrag: gut, schlecht.
tags: IFPI, Musikindustrie, suisa, Drum&Bass, Motzerei

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