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Seitansbraten

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Nicht nur Tofu kann man selber machen, sondern auch Seitan (auch Grundlage für die Spacebars) lässt sich selber herstellen. Und genau das habe ich versucht, und zwar nach diesem Rezept.

Da Seitan eigentlich Weizeneiweiss ist, fängt das ganze an, als wollte man ein Brot backen. Man mischt (in meinem Fall 1kg) Weissmehl mit (6dl) Wasser zu einem Teig, knetet den gut durch und lässt ihn (jetzt wirds anders als beim Brot) unter Wasser eine halbe Stunde ruhen. Danach ersetzt man das Wasser in der Schüssel mit dem Teig und "zerpflückt" den Teig unter Wasser, denn jetzt geht es darum, die Stärke aus dem Teig auszuwaschen. Dadurch wird das Wasser ganz milchig und kann irgendwann ersetzt werden, worauf das Auswaschen von vorne los geht. Bis das Wasser nicht mehr so milchig wird, und man merkt, wie sich die Konzistenz des Teiges verändert hat.

Danach kommt der Teig in einen vorher (z.B. während der Teig am ruhen war) gekochten Sud aus Kräutern und Gewürzen und soll dort nach aufkochen etwa eine halbe Stunde auf kleiner Flamme ziehen.

Sieht noch nicht so wirklich lecker aus, aber Spongebob lässt grüssen. ;)

Danach lässt man das ganze abkühlen und stellts laut Rezept für 2 Tage im Sud eingelegt in den Kühlschrank (bei mir musste wegen meiner Ungeduld ein Tag reichen :D).

Naja, dann gehts auf herkömmliche Art einen Braten zuzubereiten weiter, ich musste da mangels Erfahrung bei Betty Bossi spicken. :D

Jetzt siehts doch schon leckerer aus, oder? Geschmacklich ists auch in Ordnung, auch wenn der Geschmack etwas stärker sein dürfte. Liegt wohl an der kurzen Einlegedauer. Das einzige womit ich nicht so zufrieden bin, ist die Konsistenz, die ist zwar härter und nicht so schwammig wie der Seitan, der im Spital Basel aufgetischt wird, dafür aber ziemlich gummig... Auch wenn das bei den Spacebars auch ein bischen so ist, gefällt mir das nicht so ganz, da muss ich noch etwas rausfinden, wie ich das umgehen kann...

Abschliessend lässt sich sagen, dass die Seitanherstellung recht zeitaufwändig ist, aber mir hats trotzdem Spass gemacht, war interessant den Entstehungsprozess von sowas mitzukriegen. :)

gepostet am 24.8.2006 um 14:43 von immanuel | essen | trackback
ich finde diesen beitrag: gut, schlecht.
tags: vegan, Seitan, Rezept

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